Sonntag, 17. November 2013

Cairns und der Daintree Rainforest

Der letzte Greyhound, der uns von Townsville nach Cairns brachte, hatte die großzügige Abfahrtszeit von 12 Uhr, sodass wir zumindest großzügig ausschlafen und in Ruhe unser Zeug packen konnten. Man merkte doch, dass in Australien langsam Sommer wurde und man dem Äquator zunehmend näher kam, denn eine schwüle Hitze breitete sich auch schon am Vormittag über Townsville aus.  Da wir immer nur für den einen Ort einkaufen, um nicht zu viel Zeug mitschleppen zu müssen (im Fall Townsville also für drei Tage), hatten wir jedoch nicht genug Wasser gekauft, und das bedeutete, dass man an der Tankstelle neuen Flüssigkeitsvorrat kaufen musste. 
Übrigens: In Australien kann man sich glücklich schätzen, wenn mal ein Preis dransteht. Scheinbar sind die Läden dazu nicht verpflichtet... 
Jedenfalls stand auch an der 0,75 l Flasche kein Preis dran. Aber man hatte ja Durst, und so stand ich also an der Kasse und schaute nicht schlecht, als die Kassiererin 4,20 $ von mir verlangte... Keinen Kommentar. 

Gegen 6 Uhr abends kamen wir dann in Cairns an und hatten erstmal eine Weile zu tun, unser Hostel zu finden. Beim dritten Mal Dranvorbeigehen sahen wir den Eingang: Zwischen zwei Restaurants eine kleine gelbe Tür, die in den Hinterhof führte - direkt zum Hostel. 
In Cairns sind die Hostels relativ günstig, und so hatten wir das Glück, für 19,50 $ pro Nacht 8 Tage lang ein Dreibettzimmer unser Heim nennen zu dürfen. Noch am selben Abend trafen wir uns mit Enrico, unserem italienischen Freund, den wir auf Fraser Island kennengelernt und in Townsville wiedergetroffen hatten. Glücklicherweise verteilte das Hostel Coupons für gratis Abendessen in einem Club... Mit viel Salz sogar lecker. 

In den folgenden Tagen lernten wir Cairns mehr und mehr kennen. 
Gleich am ersten Tag suchten Moritz und ich verzweifelt das drei Blocks große Shopping-Center, um verschiedene Dinge zu erledigen, unter anderem Handy aufladen, Unterwasserbilder entwickeln lassen und zum Friseur zu gehen - nach zwei Monaten in Australien ziemlich dringend notwendig. Währenddessen hatte sich Matze um die Wäsche gekümmert. Praktisch! :D
Obwohl auf der Website versprochen, funktionierte das Wlan im Hostel nicht wirklich. Da wir ja aber den Blog möglichst weiter aktualisieren wollten, musste irgendwie Internet her - und da fiel uns doch direkt eine Filiale des Reisebüros ins Auge, wo wir auch in Airlie Beach schon gratis Internet gehartzt hatten. 
Mit jedem Tag sank nun der Enthusiasmus der Angestellten, da irgendwann auch denen auffiel, dass wir nicht wirklich am Kauf einer Reise interessiert waren, sondern nur eiskalt das Internet ausnutzten. Zum Schluss wurden wir nichtmal mehr begrüßt... Naja. Was tut man nicht alles für fleißige Blogleser. :D

Nachdem wir ja wie berichtet einen Schnorcheltrip ins Great Barrier Reef unternommen hatten, chillten wir uns am nächsten Tag an die Lagune direkt vor unserem Hostel. Auch hier sah man wieder, trotz dass Cairns nicht unmittelbar am Meer liegt, die Australier wissen sich zu helfen: Bauen sie eben ein 4800 qm großes Salzwasserschwimmbecken daneben, das gratis genutzt werden kann. 
Sogar öffentliches Internet gab es auf der Liegewiese, sodass wir uns zumindest einen Tag der mehr oder weniger bösen Blicke der Reisebüroangestellten entziehen konnten. Am Abend holten wir uns wieder so einen Gutschein und feierten Enricos letzten Abend in Cairns - seine Reise geht jetzt weiter nach Darwin (Norden in der Mitte Australiens) und dann durchs Outback über Uluru und Alice Springs südlich nach Adelaide und Melbourne. Zur Feier des Abends gab es sogar gratis Pizza, die vom Italiener sogar als "Aaaah, itse okeeey" eingestuft wurde. 

Am Tag darauf hieß es wieder zeitig aufstehen, weil unser letzter Trip der Ostküste anstand: Der Daintree Rainforest und Cape Tribulation. 
Bereits auf der Hinfahrt, die etwa 1,5 h dauerte, erklärte man uns, dass das ein stressiger Tag mit vielen Erlebnissen werden würde. Vom Besuch der Städte Mossman und Port Douglas über den Daintree Rainforest, den Daintree River und Cape Tribulation würden wir auch von einem Aborigine über seine Kultur unterrichtet werden und eine Eisfabrik besuchen. Ziemlich strikter Zeitplan also. 
Während dieser Fahrt erklärte uns Mike, der heutige Tourguide, viele interessante Dinge über diese Ecke Australiens - nördlich von Cairns. 

der Daintree River


Babykrokodil :)







Cape Tribulation

Regenwald / Strand / Meer


"Jetzt ja keine falsche
Bewegung!" :D






Tarzan-Feeling


Auch wenn dieser Post lange auf sich warten lies, hoffen wir, dass wir euch die nächsten Tage noch von unserer Reise nach Griffith berichten können. ;)

Bis dahin,
Eure Wombats 1, 2 und 4 

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