Dienstag, 8. Juli 2014

Anekdote

On the way to the Airport. 

The taxi driver lifts her backpack. 
"Ohh, why is that so heavy???", he moans. 

The small girl smiles. 

"It's my whole life", she whispered.  👸 




Samstag, 28. Juni 2014

Die Heimkehr

25. Juni, 11:31 Uhr


Früher bin ich Bahnhöfen mit Abneigung begegnet. Die Bahngleise erschreckten mich, und wie soll man sich denn da zurechtfinden? Lautsprecherdurchsage, wo muss ich hin? Bloß nicht zu spät kommen. Und nicht verloren gehen. Denn meistens war ich hier zu Schulausflügen. Ich bin nicht viel mit der Bahn gereist. Den Anschlusszug bekommen, schnell! Meist nur zum Pendeln nach Dresden und wieder zurück. Das war einfach. Ich nahm immer den gleichen Zug, vom gleichen Gleis, bezahlte den gleichen Preis, wusste genau, wann ich wo sein musste. Immer zehn nach halb oder zehn nach um. Mehr musste mich nicht interessieren. Die hektischen Menschen, das Herumwuseln, ignorierte ich. Ich mochte Bahnhöfe nie besonders. 

Heute ist das anders. Ich laufe durch den Hauptbahnhof in Leipzig und atme tief ein. Ich rieche viel zu süße Leckereien vom Bäcker-Stand. Die Farbe der frischgestrichenen Treppen. Ein bisschen frische Luft von draußen. Aber da ist noch etwas. Ein Geruch, den ich noch nicht so ganz zuordnen kann. Ich laufe weiter, mit offenen Augen und Ohren, sehe die Menschen, die mir entgegenkommen, prüfend an. Begutachte ihr Gepäck - kommen sie wie ich gerade wieder von einer langen Reise oder waren sie nur Freunde im Nachbarort besuchen? Fahren sie zur Uni oder in den Urlaub? Sind sie auf Geschäftsreise? Ich sehe einige Backpacks, so groß wie meins. Ob die Personen auch in Australien waren? Work&Travel gemacht haben? Vielleicht waren sie einfach nur lange zelten. Jeder hat seine Geschichte, die ich wohl nie erfahren werde... Ich höre Lautsprecherdurchsagen, Stimmen - Deutsch sprechen sie alle - und das Schnaufen und Sirren der Züge. Doch auf dem ganzen Weg bis zu Gleis 1, wo ich mich schließlich auf eine Bank setze und auf meinen Zug nach Dresden warte, folgt mir dieser besondere Geruch, den ich nicht erklären kann. Ich schaue auf die weiten Schienen, die, sobald sie den Bahnhof verlassen, scheinbar ins Endlose zu reichen scheinen.

Und plötzlich fällt es mir ein. Diesen Geruch, den kenne ich doch ganz genau. Oh ja. Es ist der Geruch von Abenteuern. Von Freiheit, vom Reisen. Von "ich bin dann mal weg", von Verabschiedungen, aber vor allem auch von Begrüßungen, von Freudentränen und Heimkünften. 

Ein Abenteuer geht zu Ende. 
Ein anderes beginnt. 
ICE Düsseldorf-Leipzig-Dresden. 
Ich komme nach Hause. 
❤️

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23.5. Zwischenstopp in Frankfurt bei zwei meiner liebsten Travelmates Australiens


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24.5. Zwischenstopp in Leipzig bei der besten Freundin :)

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich über richtiges Brot gefreut habe. In Australien gibt es nur Toast, selbst das Weißbrot würde man hier keinem anbieten... :D


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25.5. Reise nach Dresden
12:00 Uhr, die Lautsprecherdurchsage lässt mir keinen Zweifel daran, dass ich auf dem Weg nach Hause (und in Sachsen) bin:

<< Meine Damän und Herrn, es is Middachszeit!! Wie wäre es midd "Mauldaschn schwäbischor Oart?" (...) Sie findn uns im Waggong säggsunnzwanssisch!!! >>

Ich kann nicht an mich halten und platze in lautes Lachen aus. Ich muss gar nichts essen, diese Ansagen hier in der Deutschen Bahn sind schon köstlich genug. Bitte stellt euch den obigen Satz mit tief-sächsischem Akzent vor. Und dann auch noch Maultaschen. So etwas tief deutsches. War wahrscheinlich einfach zu viel für mich, die es schon komisch findet, dass überhaupt alle deutsch reden!! Hahaha... :D

In der Bahn nach Dresden wurde das Vorurteil widerlegt, die Deutschen seien alle unfreundlich und ernst und humorvolle spontane Gespräche mit Fremden auf der Straße sei nur in Australien möglich: Ein Herr hilft mir, mein großes Backpack in die Gepäckablage zu manövrieren und mit der neben mir sitzenden Dame komme ich schnell in ein Gespräch über unsere Australien-Erfahrungen, sie war auch mal da Urlaub machen. 

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Zuhause angekommen



... mein neues, vermeintlich leeres neues Zimmer ist gar nicht so leer!!! :)




Ich bin wieder angekommen. Jetzt heißt es erstmal, bewerben, bewerben, bewerben - Tourismus-, Hotel- und/oder Eventmanagement soll es werden. 

 



'cause, when the travel bug bites... You just wanna go on travelling! :) 

 - interkulturelle Begegnungen - 



Eure Janine

Montag, 23. Juni 2014

Dubai Fun Facts

Fun Facts - Dubai


1. Im Sommer ist es so heiß, (40-50 Grad), dass selbst das eigentlich kalte Wasser aus dem Wasserhahn lauwarm ist. Auch das Meerwasser bietet keine Erfrischung. Das Wasser am Strand ist dafür aber erstaunlich klar, hellblau, echt schön! 




2. Alle Bushaltestellen sind klimatisiert und werden in naher Zukunft Wifi bekommen, damit die Gäste sich nicht langweilen, während sie auf den Bus warten.


3. In der Stadt der Reichen und Schönen kann man es nur richtig genießen, wenn man reich und schön ist. Denn die teuren Hotels sind das Beste! ;)


Hier das "Atlantis". Dieses befindet sich auf einer künstlich angelegten Sandinsel, die aus der Luft aussieht wie eine Palme. Millionäre kauften die Palm-Wedel quasi und bauten Hotels drauf. Utopisch, oder?? 


Das Foto ist ausm Internet geklaut, ein Heli Flug wär dann doch bisschen teuer gewesen. Preisfrage: Wie gelangt man mit dem Auto auf die "Umrandung" der Palme, am oberen Rand des Bildes??

4. Der Public Transport ist erstaunlich günstig und für eine Taxifahrt von 6,8km/10 Minuten, bezahlt man 20 Dirham (ca. 5AUD, also ca. 3€!) 


5. Man findet hier das höchste Gebäude der Welt (Burj-al-Khalif) und das größte Shoppingcenter der Welt (Dubai Mall). Davor finden jeden Abend 18-23 Uhr jede halbe Stunde echt schöne Wasserspiele statt, mit Musikuntermalung. 






6. Die Menschen sind irgendwie... Unfreundlich? Oder einfach nur anders... 


7. Man kann in der Mall Schlittschuhlaufen und woanders in Dubai in einer Halle Ski fahren - bei Außentemperaturen von 45 Grad :D


8. Dubai ist eine sehr saubere Stadt. Glaubt man den Worten unseres Tourguides der Stadttour, sogar so sauber, dass Autobesitzer Verwarnungen bekommen, wenn ihr Auto ungeputzt ist, Geldstrafen, das kann bks zum abschleppen gehen. Nachdem wir das wussten, haben wir mal bewusst geschaut - tatsächlich waren alle Autos (99%) blitzblank geputzt! 


9. Gibt ne nette Wüste: 


Mit den Worten von Kelly Clarkson...

"Out of the darkness and into the sun" :)




"I got a pocket,
got a pocket full of sunshine
I've got a love and I know that it's all mine
oh...ohoho..
Do what you want,
but you're never gonna break me,
sticks and stones are never gonna shake me
oh,oh,oh

Wish that you could,
but you ain't gonna own me
do anything you can to control me
- no, ohoho.. 

The sun is on my side
Take me for a ride
I smile up to the sky
I know I'll be alright
I know I'll be alright."

Natasha Bedingfield - Pocketful of sunshine




10. Es gibt kein 10.

Freitag, 20. Juni 2014

Im Nebel. Goodbye, Australia. Gemischt. Looking forward.

20-6-2014, 6am

Ich sitze am Flughafen. Diesmal International Terminal. Draußen ist alles von dichtem Nebel umhüllt. Hier drin auch. In meinem Kopf kreisen die Gedanken um nichts. Ich habe keine Ahnung, was ich denken soll.
 // Sittin at the airport. This time international terminal. Outside everything is covered in thick fog. Inside as well. In my mind the thoughts are circuling , around nothing. I don't know what to think. 


21-6-2014, 2pm
The last hours. The last walk in the kings park. The last use of the public drink fountains. The last time staying in hostels and doing couchsurfing. The last tour. The last beach. The last "hey, how's it going?" The last friendly chats with random people. The last temperature-changing showers while listening and singing to loud music. The last time looking right first when crossing the road. The last time shopping at woolworths, coles, IGA and Cotton On. The last time walking barefoot in public and feeling normal. The last goon. The last canadian club-coke-can. The last night out, the last party, the bar, and karaoke. The last taxi ride. The last hug. The last goodbye.  

Goodbye, Australia....

20-6-2014, 6:30am
I think it was in grade 8, when we had to make a mind map for the topic "LOVE". What could you love? Different types of love. 
What I have experienced the last 10 months, is definetely different kinds of love.
You can love a country. I love Australia in all its beautiness. I love its natural environment, the animals, all the wideness and variety of green rainforests and red, dusty outback deserts. I love the buzzing, blinking, busy cities and the tiny, rural countryside towns where you literally have got nothing. 
I love traveling, I love the feeling of freedom you have when the only thing you have to worry about is what you'll eat in the evening and where you're going to sleep tonight - and if you don't find anything, you just sleep in the car or look for free beds in a random hostel, no worries! I love being spontaneous, but making plans and being excited for things as well. 
You can love people. I am so happy to having met all you guys along my way.

Thank you, Griffith - even if this shithole of a town really has not much to offer, it has a lovely working hostel which was a big help for me. I got jobs - good ones and bad ones - and met heaps of great people. The best job was definetely the Vintage, working for the winery Casella. With the best supervisor and workmates you can imagine. Yeah Wazza, Beau, Sean, Cal, Brett "plank", that's you! Michelle, you're one of the most fabulous persons I have met in whole Australia, I hope we stay in touch. 


All the people I met there in Griffith... Laura and me discovered Griffith together and became potato magic buddies and roommates together with Vivien (my fav girl:)) and Laura. Jacqueline, Gotta see you soon in Germany, miss ya!!! english Hannah, german Hannah, Paolo, Pablo, Alex, Giuliano, Ciaran and Joris, both french Helens, Bertrand with your charming french accent, Cindy, Lucile and Hugo it was so nice to see you again in Perth, and thanks for saying goodbye at the airport Lucile and keep our butterfight in good menory haha :), the three english legends Peter, Alistair and Chris, Marisun, Javier stay the happy person you are.. Bali who finally left Griffith, Sport-Lena, Louiez,  Laurena and Lena who sold me my beloved car, Alexi & Lukas, Basti, Manuel the man with the plan, Jeremy du alter Aufreißer, Tim, Paula and Fiona you looooovely irishs, I really hope to see you again!!!! Viktor my snoring Roomate :p, Marius, Maurice (und wir haben es doch nicht geschafft uns nochmal zu sehen..), Anna, Maxi, Marie, Johannes & Barbara the Griffith-family-parents (how will it be without ya now?), Luisa & Kevin, Maggie & Peter, ich hoffe ihr Pärchen bleibt alle noch ganz lange zusammen und macht, wie gesagt, ganz viele wunderschöne süße kleine Kinder :D, crazy Tracey, Tash, lovely Megan, Laura... Lena, Anna and Valerie - potato magic forever ahaha thanks for showing me that you can talk about everything... canadian Chris, Jack, Kalum deine Kartoffel ist kaputt!, James, Robin, Max, Julie, Leslie, Nathalie.. it is impossible to name all of you!!! I give up and hope all the not named don't take it too personal I'll buy you a beer next time we meet :-)
With some of them I even continued travelling - Eva and Lena you crazy girls, with whom I did my first travels, Melbourne and Great Ocean Road, and Tutu, who I also met in the very beginning - somehow we were able to stay in touch all the time, travelled together, met up again, phone calls, laughs, stories, "I gotta tell you something", toilet talks.. I simply love you. And Eva and me know that we'll never eat thai salad again. Haha
With Lena & Rachel I discovered the outback! :) 
Rachel, Laureen, Julia and Jess - Eastcoastbuddies! I have had an awesome time with you girls. The best memories. 
Whitsundays with my favourite crazy canadians, Schaef, Brandin and Joab. And sweet Maiju! 



Great to meet you guys in Melbourne Chiara, Miriam and Thomas.. On Magnetic Island, Anita, we had fun with our pink topless barbie car haha.. And in Exmouth you, Peter and Kieran. At the surfcamp I made friends with Norwegian Ingrid and Henrik. Mary, you and my granny are the wisest and most lovely and helpful persons I know and I am so glad having met you! Some people you just meet again and again and again and again.. Like Steffi and Martina! Haha so funny and to Oktoberfest maybe again? :) 

And, maybe the best time and the most beautiful environment was within the last weeks of my stay, when I discovered the westcoast. Chanti, so happy that we met, and Tanja, that we caught up again! See you again, Kieran. Robbie, Tanja, Chanti, Nicolas, TK, Jackie - we had the best tour ever with the sofa so good. Dancing on top of the bus, in the sunset, as if there was no tomorrow and no one would mind the dented car..... It was not any "stupid bus tour", with the small group size, and the great and funny people it felt like our own tour. Ourguide  Robbie listened to our wishes, also stopped at spots that were not on the plab because we wanted to, so we saw the fancy PINK LAKE for example!!! :) 


"Good friends are hard to find, difficult to leave and impossible to forget."
We met as strangers and now I can call you friends. I love that! 











Another big thank you to all the Australians who let me and my friends do couchsurfing: Julian, Jason, Fernanda and Giulia my favorite brasilian girls! Ina and Tom and Robbie. You are very welcome to stay at my place if you ever come to Germany!

To all of you, it was great meeting you. Everybody, mentioned here or not. No matter if we don't have much contact in future - If you are ever around in Germany, let me know. Or somewhere in the world. Just give me a text. I love catching up with old friends. And you'll never never know if you never never go (or ask)

You can love memories, times you have had in your life - I think, this was one of the best years of my life. Hard for all the other years that are coming to be better. 
When I started, I thought it would be an adventure. I finish and can say, it definetely was an adventure, a lesson, a blessing, an opportunity.... I saw dolphins like 1m away from me, swam with whalesharks, went snorkelling in Ningaloo and Great Barrier Reef, tried surfing and failed, trusted strangers, made friends all over the world, been to the oldest rainforest in the world and went swimming in a waterhole in the middle of it, saw crocodiles and the light-glowing beach on Fraser Island at nighttime and paradise-alike beaches with crystal clear water and white sand. I drove a 4WD through the inland of Fraser Island, I bought a car, travelled with it and selled it again. I saw the outback and felt the spirit of Uluru, worked in a winery, earned my own money and lived and travel with it. I am 19 years old and have seen more of Australia than most of the Australians have seen. (But I have to admit, therefore I haven't seen whole Germany or Europe neither!) 

Time passed so quickly.. How can it already be over? 


I love the fact that I can come back. I am sorry. But I can't stay. There is so much more. So much more waiting. When you have been given wings, should you not fly? 


..............……................................
Ich habe gelernt. Ich habe gelernt, Ruhe zu bewahren. Mich auf Flughäfen zurechtzufinden und in fremden Städten. Ich habe gelernt, dass man sich oft nur trauen muss zu fragen. Und dass man alles machen kann und alles schaffen kann, wenn man will. Ich habe gelernt, dass nicht alle, die nett aussehen, auch nett sind, und dass man nicht mit allen, die man trifft, befreundet sein muss. Ich habe mich persönlich weiterentwickelt, die Freundlichkeit der Australier aufgeschnappt und bin lockerer, lustiger - lebenslustiger - optimistischer geworden. Offen. Extrovertiert, könnte man schon fast sagen. Ich schaue über den Horizont. Ich will mich nicht an alte Schemen halten. Wer sagt, weil das alle so machen, ist es "das Richtige"? Aber zwinge keinem meine Denkweisen auf... Erwarte aber das Gleiche auch von Euch. Jeder sollte sein eigenes Glück finden. Wer sagt, dass das in der Karriere liegt? Wer sagt, dass man das Abitur anstreben muss, danach Studium, und dann am besten für den Rest des Lebens ein und denselben Beruf ausüben. Das war mal so. Macht einen das gezwungenermaßen glücklich? Ist es zu 100% sicher, dass man ein erfülltes Leben führt, wenn man studiert hat und dann den erlernten Beruf ausübt - ohne Umwege, ohne Schlangenlinien zu fahren, auf der Autobahn des Lebens dahinzubrausen, deren Ende wir alle kennen. Ich will keine Autobahn entlangrasen, nur ab und an einen Blick nach draußen erhaschend, verschwommen, verwischt, kurz, husch husch, schnell weiter, der Weg ist noch lang. Ich will die enge gewundene Landstraße nehmen, Abstecher machen und etwas sehen, andere Leute treffen und meine Reise mit ihnen teilen, sie mitnehmen und mitgenommen werden. Erlebnisse teilen, im Sonnenuntergang auf dem Autodach tanzen und den Sonnenaufgang eingekuschelt in eine flauschige Decke ansehen und gemeinsam dem kalten Wind trotzen. Sich in die Kurven legen, in Sackgassen fahren und nach einem anderen Weg suchen. Der Weg auf der Landstraße mag länger dauern, man verfährt sich ab und zu und das Auto bekommt ein paar Beulen und Kratzer und wird dreckig. Man kann eben keinen Mercedes fahren, wie die Leute auf der Autobahn. 

Nein, ich weiß noch nicht, was ich will. Aber ist das so schlimm? Besteht das Leben nicht aus Ausprobieren, zwei Schritte vorwärts und einer zurück, manchmal auch gleich drei. Es läuft nicht immer nach Plan. Auch das habe ich gelernt. Deshalb muss man zwar nicht aufhören Pläne zu machen, aber wenigstens immer noch einen Plan B, C und D bereithalten. Flexibel sein und anpassungsfähig. Es gibt an jeder Situation etwas gutes, wenn sich eine Tür schließt öffnen sich zehn neue. 

Und eigentlich weiß ich sehr wohl, was ich will. Ich hab die nervige Frage "Was willst du denn mal werden, später?" eigentlich schon vor langer Zeit so beantwortet: "Glücklich." 


Wie? Das finde ich gerade noch heraus. Bitte gebt mir die Zeit und lasst MICH über meine Zukunft entscheiden. Und fragt nicht ständig nach. Ich kümmer mich schon. Ich komme klar. Es ist mein Leben. Danke. ❤️


Montag, 7. April 2014

Machst'n du 'n ganzen Tag?

Halloooo aus Australien,

die Zeit in Australien vergeht wirklich wie im Flug, ich kann es kaum fassen, dass ich jetzt schon drei Monate hier in Perth an der Westküste Australiens wohne. Aufgewacht mit dieser Erkenntnis dachte ich mir, ich melde mich mal wieder auf dem Blog zu Wort, ein bisschen was ist bestimmt zusammengekommen, was man so erzählen kann. Immer wieder werde ich gefragt, was ich hier eigentlich mache. Also dann, los geht's.

Die tägliche Aussicht von meinem Zimmer
Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass man das Leben, das ich hier habe, wohl kaum vergleichen kann zu irgendetwas anderem vorher. Vor allem aber ist es ein echter Gegensatz zur ersten Hälfte meines Australien-Abenteuers. Perth ist eine sehr ruhige Stadt, und der Vorort Joondalup, der größe Vorort Perths nach dem Stadtzentrum, ist noch ruhiger. Aber auf keinen Fall langweilig!

Hintergrundinformation:
Besonders der Westen Australiens ist für sein rasantes Wachstum, in Hinsicht auf Bevölkerung, Gebäude, vor allem aber Wirtschaft, bekannt. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich an einem sehr verlassenen Ort eine Großstadt mit 1,7 Mio. Einwohnern und Wolkenkratzern. Ja, Perth ist die weltweit abgelegendste Großstadt. Wie abgelegen? Nun ja... Ordnen wir es mal ein. Nach Norden verläuft ein Highway, den wir einmal eine halbe Stunde entlanggefahren sind: Straße, meist eine Spur pro Richtung, aller paar Kilometer eine Überholspur, links und rechts Buschland. Punkt. Die nächste Stadt mit über 10.000 Einwohnern - Broome - liegt 2.200 km von Perth entfernt. Östlich erstreckt sich etwa 4.000 km lang Wüste, bis Sydney. Und westlich von Perth sieht man nur blau, das nächste Festland dürfte Madagaskar in 7.000 km Entfernung sein. Das Krasseste daran möchte ich aber nochmal hervorheben: Eine Autofahrt von Perth nach Sydney ist tatsächlich etwa 70 km länger als die Luftlinie bis Singapur. Moin. :D
Okay. Genug Hintergrundwissen. :p

Joondalup Station - ziemlich futuristisch, wie ich finde ...
 Mal ein paar Bilder zu Perth. Wahrzeichen ist der Kings Park, eine riesige Grünfläche, die eigentlich nur aus unberührtem Buschland besteht. Echt interessant.

Weg durch den Kings Park
Blick vom Kings Park auf Perth. Ist eine Art Plateau über der Stadt.
 


Einer der Eingänge.
Perths Innenstadt. Wirklich sehr ruhig und beeindruckend modern.


Nachdem ich die gesamte Ostküste als reinen Urlaub, viel Reisen, viele Abenteuer, erleben durfte, wechseln sich hier meine Pflichten mit der Freizeit - dem Urlaub 2.0 - ab. Und ich glaube fast, dass mir das noch besser gefällt. Jedenfalls habe ich die Entscheidung, hierher zu kommen, an noch keinem Tag bereut.

Wenn ich mich recht erinnere, seid ihr noch auf dem Stand meiner Ankunft hier in Perth. Hm. Das ist ja inzwischen eine ganze Weile her. Was hat sich denn da gleich nochmal alles entwickelt? 

Neben einem super Verhältnis zu meiner Gastfamilie ist das vor allem der Alltag. Bedingt durch die umgekehrten Jahreszeiten auf der Südhalbkugel sind die Sommerferien hier ja über Weihnachten - in Tillys Fall ganze acht Wochen (Privatschule, die anderen haben sechs, aber diese Schule macht täglich zwanzig Minuten länger Unterricht). Deshalb beginnt auch das neue Schuljahr mit dem neuen Jahr, dieses Jahr am 31. Januar. Die aufmerksamen Leser unter euch - mir fällt zwar gerade keiner ein, aber man weiß ja nie - wundern sich vielleicht, das war nämlich ein Freitag. Aber im Nachhinein gesehen ist das ziemlich clever. Das ganze organisatorische Zeug findet halt an diesem Tag statt, und am Montag wird dann richtig durchgestartet.
Da Lous (meine Hostmum) Business als Private Schwimmlehrerin in der Sommerzeit ziemlich boomte und Pete (mein Gastvater) in einer internationalen IT-Firma ziemlich zu tun hatte, ergab sich mit dem Beginn der Schule für mich im Groben folgender Wochenplan:

Montag
Ab ca. 7 Uhr morgens sorge ich dafür, dass Tilly aufsteht, frühstückt, sich die Zähne putzt und Haare kämmt, sowie in Schuluniform um 8 Uhr bereit zur Abfahrt ist. Montags nicht vergessen: Die Geige für den Unterricht. Dann fahre ich sie zur etwa zehn Minuten Autofahrt entfernten Schule. Gegen 8.45 Uhr bin ich dann wieder zuhause und habe erstmal frei.

Die Aula der Privatschule
Blick auf den Parkplatz. Nur halt mit freien Parkplätzen. Den blauen Festiva fahre ich. :P
Der Schulhof
Der Spielplatz
Die Schule endet um 15.20 Uhr, das Problem: Nach 14.52 Uhr (eigene Statistiken) gibt es keinen Parkplatz mehr, weil ja jeder um diese Uhrzeit seine Kinder abholt. Deshalb muss ich gegen 14.30 Uhr starten und darf dann eine halbe Stunde im Auto oder auf dem Schulgelände warten. Radio und Buch haben sich da bewährt. Dann geht es nach Hause, wir erledigen die Hausaufgaben, also das tägliche Lesen und üben sogenannte Sight Words, Wörter, die man sofort erkennen muss, ohne erst genau lesen zu müssen. Gegen 18 Uhr sind dann die Eltern zuhause.

Dienstag
Im Prinzip findet das gleiche Spektakel statt wie montags, nur statt Geige brauchen wir diesmal die Bücher aus der Bücherei, die werden dienstags gegen neue ausgetauscht. Die Bücherei scheint hier eine ziemlich große Rolle zu spielen, selbst in den höheren Klassen sind diese noch fester Bestandteil des Stundenplans. 
Nachdem ich Tilly dann abgeholt habe, geht es direkt zu "Guides", was ein bisschen den Pfadfindern entspricht, aber nur aus Mädchen bestehend. Dort wird zusammen gebastelt, Sport gemacht, und so weiter. Bis 17 Uhr habe ich sozusagen frei, dank der Strandnähe ist das aber nicht ganz so schlimm, sodass ich diese Stunde meist in der Sonne und im Meer verbracht habe, an einem der schönsten Strände Australiens. Ich muss sagen, hier kann die Ostküste nicht wirklich mithalten. Danach hole ich Tilly ab und fahre nach Hause. Dadurch, dass sie meist noch auf dem Spielplatz spielen will, kommen wir so gut wie nie vor um sechs zuhause an, und dann sind auch die Eltern schon wieder da. 

Mittwoch
Anfangs war dieser Tag, zusammen mit Freitag, mein freier Morgen, da Lou dort noch nicht arbeitete. Inzwischen fahre ich Tilly aber - bis auf Ausnahmen - jeden Morgen zur Schule.
Mittwoch ist der Tag der Woche, an dem die Kinder ihre technischen Spielzeuge mitbringen dürfen. Das heißt, man kommt morgens in die Schule und sieht alle Kinder an einem Tisch (statt, wie üblich, schubsend und rennend in den Gängen) und alle schauen in ihre eigenen (!!) iPads, iPods, iPhones und Nintendos. Also: Sicherstellen, dass das iPad morgens aufgeladen ist. 
Nachmittags geht es nach der Schule direkt zum Schwimmen, das heißt, während des Schwimmunterrichts kann ich ein paar Bahnen schwimmen - kostenlos. Muhaha. Je nach Wassertemperatur gehe ich manchmal danach noch mit Tilly im Wasser toben, manchmal wärmen wir uns aber auch auf der Wiese draußen auf oder essen ein Eis.




Donnerstag
Morgens verläuft alles wie üblich, aber direkt nach der Schule findet noch eine Sport-AG statt, sodass ich Tilly erst um 16.30 Uhr abholen muss, und da der Parkplatzwettkampf auch nicht stattfindet, gibt mir das anderthalb Stunden mehr meiner sonst sehr begrenzten Freizeit. Nach dem Sport ist Tilly meist ein bisschen müde, und hat Hunger. Gefährliche Mischung!

Freitag
Auch hier der übliche Ablauf des Morgens. Nachdem ich sie in der Schule abgesetzt habe, kümmere ich mich um die Sauberkeit des Hauses, das heißt, Saugen, Wischen und Staubwischen angesagt.
Wieder zur gewohnten Zeit hole ich sie dann ab, wir kommen fix nach Hause, Mahlzeit eingeworfen, und dann geht es zum Rollerskating. Eine Turnhalle auf dem Universitätsgelände wird dort umfunktioniert, und haufenweise Kinder fahren sich auf der einen Hälfte der Halle gegenseitig um, während auf der anderen unterrichtet wird. Danach geht es - logisch - nochmal auf den Spielplatz, und dann heim.

Samstag
Samstag Morgen passe ich noch einmal etwa zwei Stunden auf Tilly auf, während Lou arbeiten und Pete im Fitnessstudio ist. Der Schlüssel, um diesen Morgen entspannt über die Bühne zu bringen, ist das Backen von Pancakes. 


Danach ist für mich dann Wochenende. Meist mache ich hier etwas gemeinsam mit meiner Gastfamilie. Die machen sich da echt immer Gedanken, um sicher zu gehen, dass ich hier auch möglichst viel sehe. Deshalb haben wir schon Moore River (1h Autofahrt entfernt) besucht, waren auf dem Weg zu Penguin Island (Fähre war leider wegen zu starkem Wind außer Betrieb, aber es war auch schön, die südlichen Vororte Perths anzuschauen), schauten uns das Mandurah Krabbenfestival (klingt bescheuert, war aber an sich ganz lustig) an oder sind einfach nur am Strand gewesen.


Moore River. Das Gelb sieht hier vielleicht komisch aus, es ist aber einfach nur Sand.
Das Vordere ist übrigens ein Fluss, der Streifen da hinten ist dann Sand/Strand, und dahinter ist das Meer.

Ein paar Randinformationen zum allgemeinen Wochenplan:

  • Wenn ich Tilly abhole, folgt unsere Konversationen einer festen Reihenfolge.
    1. "Darf ich auf den Spielplatz?"
        - Montag, Donnerstag und Freitag: "Ja."
        - Dienstags: "Nein, du hast gleich Guides." - Antwort: "Oooor."
        - Mittwochs: "Nein, wir müssen zum Schwimmen." - "Ich hab keine Lust auf Schwimmen!"
    1.1 Wenn ja: "Kann ich meine Schuhe und Socken ausziehen?" - "Ja."

    2. "Hast du einen Parkplatz gefunden?" - Antwort ist prinzipiell:
        "Nein. Ich parke im Büro des Schulleiters. Das ist klimatisiert."

    3. "Ich bin eher am Auto als du!" - Denkt sie.

    4. "Hast du was zu Essen mitgebracht?"
        - Dienstags und mittwochs: "Ja." Je nach Laune können das Leckereien vom Bäcker oder sogar
          Pancakes sein, alternativ aber auch drei Oreos. 

        - Montags, donnerstags und freitags: "Nein, wir können zuhause was essen."

  • Die Heimfahrt im 17 Jahre alten Ford gestaltet sich als sehr vielfältig. Entweder regen wir uns zusammen über andere Autofahrer und Baustellen auf (manche Australier... Naja.), oder wir freuen uns über bunte oder besondere Autos. Auch die Nummernschilder sind hier was ganz Besonderes, manche sind ganz normal, aber gegen Aufpreis kann man auch eigene entwerfen. Ich habe mir angewöhnt, Fotos davon zu machen.





    Hinsichtlich Musik habe ich neben dem Kassettenfach nur das gute alte Radio. Da die Moderatoren zur Rush Hour viel quatschen, finden wir unsere Sender auf besondere Weise. Tilly ruft eine Nummer von 1 bis 6, ich stelle sie ein. Wenn das Lied gut ist, bleibt es, bis es zu Ende ist, ansonsten kommt jeden Augenblick eine neue Nummer. Meine Favoriten sind 2 und 4, Tilly mag 1 und 6. Wisst ihr Bescheid, was da immer los ist. Blöd halt nur, dass ich die Knöpfe drücke. :D

  • Zum morgendlichen Ablauf: Eine nicht ausgeschlafene Tilly ist wie blind und rückwärts durch einen Minenfeld zu laufen. Irgendwann explodiert es. Geringere Explosionswahrscheinlichkeit besteht bei Fragen wie "Was magst du zum Frühstück haben?", oder "Wo ist dein Hausaufgabenheft?", aber bei "Gehst du bitte deine Zähne putzen?" kann man nur darauf warten. Naja. Augen zu und durch. 

  • Das iPad am Mittwoch ist ein sehr gutes Druckmittel. Es könnte mir ja aus Versehen passieren, dass ich es nicht lade. Oder gar vergesse. Das wäre doch echt schade, oder? ;)

  • Meine absolute Lieblingstätigkeit ist das Rollerskating freitags. Nicht, dass ich teilnehmen würde, nein, aber der Vater von Tillys Freunden, Rob, ist ein High School Teacher und mit ihm komme ich immer sehr lange ins Gespräch, über Politik, Geschichte und Autos. Sehr interessant, man erfährt viel über Australien, und dem Englisch schadet's ja auch nicht. 


Und was macht der sonst den ganzen Tag!?
Aaaalso. Noch bevor ich überhaupt in Perth angekommen war, kontaktiere mich schon Sarah, ein Au Pair ganz in der Nähe. Sie hat mich auch auf die Idee gebracht, erst den Sieben-Tage-alles-kostenlos-Pass im Fitnessstudio auszuprobieren, und dann auch Mitglied zu werden. Eine wirklich gute Idee, weil es dort die verschiedensten Angebote gibt, die es auch wert sind. So führte es dazu, dass ich eigentlich jeden Tag dort zu finden bin, ein Coach hat mir ein Programm zusammengestellt, das ich durchführe, wenn ich an keinem Kurs teilnehme - etwa dreimal pro Woche. Ansonsten ist "Outdoor X" mein Favorit geworden, auch wenn es ziemlich hart ist, ist die Truppe einfach echt lustig, und immerhin sterben da alle, nicht nur ich. Dieser Kurs findet auch bis zu dreimal pro Woche statt - also, er findet dreimal pro Woche statt, aber nicht immer mit mir. :D



"Arena Joondalup" - Das Fitnessstudio.

Dank Sarah habe ich auch andere Au Pairs kennengelernt, die alle nicht zu weit weg wohnen, und da wir fast alle ein Auto haben, ist es nicht wirklich schwer, sich spontan am Strand oder bei jemandem zuhause zu treffen. Wenn wir uns mal nicht treffen und ich auch nicht im Gym bin, versuche ich, mein Englisch auf Vordermann zu bringen, das heißt, ich lese englische Bücher, die mir die Gastfamilie borgt, schaue englische Fernsehsendungen - logisch - und übe auch schon für den Englisch-Test in der Uni, den ich ja im Sommer bestehen muss.



Und sonst so?
Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin, diese Gastfamilie gefunden zu haben. Ich fühle mich nicht wirklich wie eine Arbeitskraft, sondern vielmehr wie ein Familienmitglied. Es beruht auf gegenseitigem Helfen und Gefallen, wir haben nichtmal einen Vertrag. Ich wundere mich immer ein bisschen, wenn ich in den Au Pair Gruppen auf facebook lese: "Meine Gastfamilie will mich einmal pro Woche zum Babysitten verpflichten - Das sehe ich nicht ein! Ich will das extra bezahlt haben!"

Hier ist das eher so ... 
"Dominic, hast du Donnerstagabend schon was vor?" 
- "Nein, denke nicht, warum?" 
- "Könntest du abends auf Tilly aufpassen, da ist so eine Comedyshow in der Stadt, die wir gern sehen würden" 
- "Klar, mach ich." 
- "Spitze, danke!"  

Ich finde, das macht einen ganz anderen Ton aus. Sie machen ja auch genug für mich, da verkrafte ich das schonmal. Das sind so die kleinen Dinge, die ich sehr zu schätzen weiß, weil ich weiß, dass es das nicht in jedem Gastfamilie-Au Pair-Verhältnis gibt. 

Zu meinem Geburtstag haben sie sich dann aber irgendwie selbst übertroffen. Tilly ist extra zeitig aufgestanden, hat mir Frühstück gemacht, logisch, die Mama musste ein bisschen helfen, aber dann hat sie mir doch tatsächlich Frühstück ans Bett gebracht. Echt niedlich! :)
Mittags haben sie mich dann zum Essen eingeladen, und nachmittags/abends gab es dann auf der Hauseinweihungsfeier von Sarahs Hostmum noch von Tilly verzierten Geburtstagsschokoladenkuchen. Alles in allem ein echt schöner Tag, an dem sie mir keinen größeren Gefallen tun hätten können.





Was ich allerdings zugeben muss: In Perth wird es langsam kalt. Der Herbst hat angefangen, und Deutschland fängt an, uns die Temperaturen zu klauen. Frostige 25-27 Grad, nachts bis zu 15. Und ich fange wirklich an, Pullover zu tragen. Deutschlands Winter, ich bin nicht bereit ... Das wird sicher spannend. 

Cool an der Westküste sind natürlich die Sonnenuntergänge über dem Meer, die man an der Ostküste nicht wirklich beobachten konnte. Es ist immer wieder faszinierend und wunderschön anzusehen.





Alles in allem kann ich nur sagen, dass es die beste Entscheidung überhaupt war, hierher zu kommen. Ich habe es wie gesagt an noch keinem Tag bereut. So schön wie das Reisen an der Ostküste und die damit verbundene Freiheit war, ich bevorzuge den geordneten Alltag, wo man nicht nur in den Tag hineinlebt, was auch in exzessivem Rumgammeln enden kann. Und den habe ich hier. Hinzu kommt, dass ich etwas für meine Zukunft tue - Englisch sprechen (übrigens auch die ganze Zeit mit Sarah, worauf wir als Deutsche sehr stolz sind) und Umgang mit Kindern - und ich auch in die englisch-australische Kultur hineinschnuppern kann.

So. Klappe jetzt. Zeit für Bilder.

Die folgenden Bilder sind von Mullaloo Beach, dem wohl besten Strand bis jetzt.




Babysitten ... Mal anders. :D

Burns Beach. Ein sehr felsiger Strand. Kann man bei genauem Hinsehen vielleicht erkennen.

Ein Seeelefant kam von der Antarktis zu Besuch.




Hawkins Park. Einer meiner absoluten Lieblingsorte, weil einfach
so viele bunte Vogelarten umherfliegen, hier sind es allerdings relativ langweilige.
Habe keine Fotos von den anderen gemacht, sondern sie stattdessen gefüttert.
So sieht der Wegrand meist in Joondalup aus.


Dieser Künstler ist fast jeden Tag dort.


Ein Radweg direkt am Meer lang. Kilometerweit. Das ist Freiheit.

Wilbur. Ich liebe diesen Vogel. Es sind schon so
viele lustige Geschichten mit ihm entstanden.
Ein Tag im Zoo.

Das hatte ich nicht nur einmal hier an den 40-Grad-Tagen.
Die Gasteltern schauen immer nicht schlecht, wenn sie
die iPhones im Kühlschrank finden.



Und wie geht es jetzt noch weiter?
Zuerst steht der Urlaub über Ostern an, in den mich meine Gastfamilie mitnimmt. Nach Kalgoorlie, einer Stadt im Outback, worauf wir uns alle sehr freuen. Lou meinte schon, ich sollte mir genau überlegen, was für Sachen ich mitnehme, weil der rote Sand, der dort durch die Luft gepustet wird, wohl überall sein und fast nicht mehr rausgehen wird. Na wenn das nicht nach Australien klingt ...
Im Mai geht es dann für zwei Wochen nach Bali, denn ich brauche auf jeden Fall nochmal Urlaub, bevor ich dann nach Hause komme. Daher bisschen diese indonesische Insel erkunden, anschließend über Darwin nach Singapur, bevor es dann wieder auf die Nordhalbkugel geht. So ist der Plan, so wird es gemacht. Man muss das Ganze ja auch schön abrunden. Der Großteil des Abenteuers ist ja schon vorbei. Das ging eecht schnell!

Ihr merkt, es dauert nicht mehr lang, dann schneien die Wombats schonwieder ein, ich kann natürlich jetzt nur von mir sprechen.

Mir geht es jedenfalls nach wie vor blendend, ich hoffe, euch auch.


Viele Grüße und bis bald,

Euer Wombat Nr. 2