Genau unter diesem Motto stand unser nächster Tagesausflug - denn wir waren Tauchen und Schnorcheln im Great Barrier Reef.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Ein perfekt-langweiliger Tag
Da die beiden erst nach Sonnenaufgang von ihrer Party zurückgekehrt sind und somit nicht vor nachmittags mit ihnen zu rechnen ist, ich den Tag in Townsville aber nicht vergammeln will, beschließe ich, ins Reef HQ zu gehen, ein riesiges Aquarium, das nachgezüchtete Korallenriffe des Great Barrier Reefs beherbergt, gemeinsam mit den entsprechenden Fischarten. Da meine Begeisterung für das größte Lebewesen der Erde (und das einzige, welches man vom Mond aus sehen kann) mit jedem Schnorcheltrip mehr gestiegen ist, finde ich die Idee, das Aquarium zu besuchen, ziemlich gut. Es ist eine der Hauptattraktionen Townsvilles, die anderen beiden teilen meine Begeisterung jedoch nicht wirklich. Egal.
Man tritt in das Gebäude ein, das um ein riesengroßes Becken herum gebaut worden ist. Neben kleinen Aquarien, die einen auf das Bevorstehende einstimmen sollen, findet man auch zahlreiche Infotafeln über das Great Barrier Reef und, logisch, das große Becken. Kleine und große Haie, Clownfische (Nemos), Doris, so farbenfroh und lebendig... Ich finde das faszinierend. Durch die verschiedenen Aquarien bin ich fast zwei Stunden unterwegs, Highlight ist, als ich durch so einen Tunnel unter Wasser gehe, einen großen Hai, der gerade am Boden liegt, beobachte, und plötzlich eine echt große Schildkröte an mir vorbeischwebt... Damit rechnet man nicht wirklich. Auch Tiefenriffe gibt es zu bestaunen, die Korallen fangen in entsprechender Tiefe sogar an zu leuchten! Echt cool.
Ziemlich beeindruckt verliasse ich gegen Mittag das Aquarium, in der Annahme, die beiden würden noch tief schlafen. Deshalb beschließe ich, zu 'The Strand' zu gehen, der Strandpromenade Townsvilles (Diese Straßen heißen in den Städten normalerweise Esplanades).
| Dori! :D |
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| Auch eine Art Fensterputz... :D |
| Der berühmte, hochgiftige Steinfisch... |
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| Ein Riff im Dunkeln |
| Nemos... |
| Elvis' Bruder |
Da Samstag ist, tummeln sich viele Leute am Strand und auf den Wiesenflächen links und rechts der Promenade. Verschiedene Gedanken kommen mir, während ich diese Straße entlang laufe...
Zuallererst denke ich an meine Familie, die jetzt wahrscheinlich die Winterjacken rausholt. Haha an dieser Stelle. :D Da auch Townsville im Nordosten Australiens liegt, herrscht hier ebenfalls die Gefahr der im Meer schwimmenden Tiere. Während die Deutschen also frieren und sich warmes Wetter und Urlaub am Strand wünschen, stehen die Australier im Palmenschatten, weil es dort etwas kühler ist, und finden es doof, dass die Quallensaison angefangen hat und sie nur an einer ganz bestimmten Stelle ins strahlend blaue Meer gehen dürfen. Hatte ich erwähnt, dass meistens direkt am Strand ein kleines Schwimmbad ist, welches kostenfrei betreten werden kann, damit die Australier nicht ganz so traurig über ihre zugegeben sehr eingeschränkte Situation sind?
Gleichzeitig fragt man sich, was wohl passieren würde, wenn man doch ins Wasser ginge. Ist das wirklich so gefährlich? Ab und zu sieht man sogar einige durchs flache Meerwasser waten.
Als ich gerade an einer Familie, die auf der Wiese picknickt, vorbeilaufe, zeigt die Mutter aufgeregt aufs Meer, irgendwas hat sie da wohl auftauchen sehen. Vater und Kinder springen auf und rennen zum Strand, beobachten still die See, die zumindest für mich - war ja auch neugierig und bin stehen geblieben - ruhig ist und nichts Besonderes zeigt. Irgendwie rätsele ich dann im Weitergehen schon herum, was das gewesen sein könnte. Erfahrungsgemäß kann einen Australier so schnell nichs schocken... Spinnen, bei denen in Deutschland die Straße gesperrt werden müsste, werden hier mit der Hand weggeschnipst. Tödlichen Schlangen wird ausgewichen, ein bisschen geschmunzelt vielleicht. Quallen, Riesenfische (teilweise auch aus dem Meer springend und über die Oberfläche fliegend) und Delfine gehören hier zur typischen Fauna wie zu uns die Spatzen, die gemeine Hauskatze und Goldfische. Ich gelangte also zu der Erkenntnis, dass es ein Hai oder ein Krokodil gewesen sein muss, und nun hat sich die Frage wohl erledigt, ob es wirklich so gefährlich sei, im Wasser zu planschen.
Wieder ein paar Meter weiter entdeckte ich eine große Infotafel, die scheinbar nicht übersehen werden will. Wusstet ihr, dass Townsville mit 320 Tagen Sonnenschein pro Jahr zu den Städten mit dem schönsten Wetter gehört? Ja, tatsächlich. Diese gelb leuchtende Tafel vermittelt mir nun eindringlich, dass Townsville gleichzeitig auch eine der Städte mit dem statistisch höchsten Hautkrebsrisiko ist. Hier also an seiner Bräune zu arbeiten, sei dumm. Stattdessen Hut tragen, Sonnenschutz auf höchster Stufe. (An dieser Stelle fällt mir tatsächlich auf, dass Australier auch nicht überdurchschnittlich braun sind...) Tatsächlich halte ich doch nochmal kurz an, um ein bisschen Sonnencreme zu verwenden.
Irgendwann ist 'The Strand' zuende, und ich gönne mir einen Milchshake am Strand, lege mich mit meinem Handtuch unter den Palmenschatten und genieße den Moment. Einige Momente lang.
Im Botanic Garden, direkt am Hafen Townsvilles, setze ich mich noch auf eine Bank, packe meinen Mangosaft, den ich mir mal gegönnt habe, aus, und bin glücklich. Ein paar Postkarten geschrieben, die Ruhe genossen, und dann beschließe ich, mal nach den zwei Schlafmützen zu sehen. Matthias hatte mir zwischendurch mal eine SMS geschrieben, er würde Castle Hill, einen Berg in Townsville, besteigen, weil die Aussicht von dort so toll sein sollte.
Zurück im Hostel treffe ich also um 4pm auf einen wachen Moritz, und gegen 6pm kommt auch Matze (völlig am Ende) an. Nach dem Abendbrot skypen wir bis ca. 1.30am, was unsere neue Zimmerbewohnerin nicht ganz so toll findet.
Der Tag mag für euch vielleicht langweilig klingen, aber für mich war er perfekt.
Bis bald,
Euer Wombat Nr. 2
Townsville + Magnetic Island + Full Moon Party
Kaum stiegen wir nach einer fünfstündigen Fahrt aus dem Bus, trafen wir Enrico, einen dreißigjährigen Italiener, der mit uns zusammen Fraser Island erkundet hatte. Seine Worte: "Leute, wie lange bleibt ihr hier? Hier gibt es nichts."
Nach kurzem Informationsaustausch verabredeten wir uns in Cairns, und liefen zu unserem neuen Hostel, dem Reef Lodge. Ein echt schönes Hostel, die Zimmer gingen von einer Art großem Innenhof ab, und das W-Lan war mal wieder zügig, um ein bisschen nach Hause zu telefonieren.
Der Plan für die nächsten Tage sah wie folgt aus: Einen halben Tag in Townsville zum Chillen und Einkaufen, einen vollen Tag auf Magnetic Island und abends für Moritz und Matthias Full-Moon Party, einen vollen Tag in Townsville und am nächsten Tag Abfahrt. An sich ging dieser Plan auch auf, bis auf Magnetic Island. Dass ich (Dominic) den beiden nicht mit der Fähre um 7.05 Uhr nach Magnetic Island zu kommen brauchte (wie ursprünglich geplant), wenn sie nachts feiern wollten, sah ich ein. Deshalb: Fähre um 10.30 Uhr. Von wegen. Letztendlich schafften wir es, mittags auf der Insel anzukommen. Wir schnappten uns den Bus und stiegen etwa in der Mitte seiner Strecke aus, um den Rest zu Fuß zurückzulegen. So sah man immer noch am meisten. Eine Bucht nach der anderen war zu sehen, auf einer kletterten wir ein paar Felsen hoch, um die herrliche Aussicht zu genießen.
Diverse weitere Aussichtspunkte verschiedenster Höhe offenbarten uns mal wieder die Schönheit der Natur Australiens. Höhepunkt war jedoch Radical Bay, die einen Strand mit Palmen besaß, und wo außer uns keine Menschenseele war. Es war einfach traumhaft.
Schließlich kamen wir an der Endhaltestelle des Busses an, es war inzwischen nach 6, und für die beiden rückte nun die nur acht mal im Jahr stattfindende Vollmondparty näher. Ich schnappte mir die Fähre um 6.40 pm und fuhr in den Sonnenuntergang hinein wieder zurück auf das australische Festland.
Als wir dann das direkt am Strand gelegene Partygelände erreichten, waren wir vorerst nicht zu begeistert. Keine allzu große Bühne und nichts los - es war ja aber auch erst kurz vor 7pm. Wir waren uns einig, den Goon (Wein) und unsere absolut stilsicheren, zum Anlass passenden Getränkebecher draußen im Gebüsch stehen zu lassen und uns erstmal umzusehen. Das Motto der Party war „Halloween“ und uns wurde vorher öfter gesagt, wir sollen uns doch schön verkleiden, denn es würde einen Preis für das beste Kostüm geben. Wir armen Backpacker konnten uns aber leider nur die coolen Getränkebecher leisten.
Nachdem wir uns die Party nun doch ganz gut vorstellen konnten, wollten wir das Gelände verlassen und uns den Goon am Strand schmecken lassen - beim „wollten“ blieb es dabei aber auch, denn die Security am Eingang machte uns verständlich, dass wir das Gelände vor 12 Uhr nicht verlassen durften, bzw. den vollen Eintrittspreis wieder bezahlen müssten -> 35$ ... Gut für den Veranstalter, schlecht für uns.
Also blieben wir drinnen und schlugen die Zeit mit „Leute-Gucken“ und „Facepainting“ für 5$ tot, um wenigstens ein bisschen angepasst zu sein. Der angestrebte Kürbis bei Matze wurde von den anderen leider oft als Tiger interpretiert ... :D
Irgendwann trafen wir unsere britischen Freunde Amy und Melissa, die sich ebenfalls nicht verkleidet hatten, aber wenigstens ihren Goon vorher trinken konnten.
Es gaben sich trotzdem eine Menge Leute viel Mühe bei ihren Verkleidungen - So sahen wir an dem Abend unter anderem Crocodile Hunter, ein Legomännchen, den Weihnachtsmann, viele Morphsuits, Clowns, Krankenschwestern, eine Männertruppe, die sich als Nonnen verkleideten, Spongebob und vieles mehr :D
Auch unsere Crew vom Whitsunday Island Trip haben wir gesehen und sie konnten sich sogar an uns erinnern.
Immer wieder sahen wir auf die Uhr und zählten die Minuten, bis wir endlich raus durften. Die leeren Handyakkus waren uns dabei keine große Hilfe.
Schließlich war es so weit und mit großer Vorfreude verließen wir das Gelände, nahmen unsere Tüte, die glücklicherweise noch immer an Ort und Stelle lag, setzten uns ans Wasser und schenkten uns den Goon ein. - Doch dann die Ernüchterung, der Goon war alles andere als lecker ... Nützte aber nichts, der Goon musste weg, schließlich hatten wir dafür bezahlt.
Zurück im Gelände ging die Party erst so richtig los, denn auch die Musik wurde immer besser, da Feenixpawl endlich auflegte! Nach etwa 2 Stunden gingen wir dann nochmal raus und tranken den Rest von unserem köstlichem Getränk.
Schlussendlich verließen wir die Party gegen halb 4 und begaben uns auf den langen Heimweg, denn wir mussten erst mit dem Bus zur Fähre, dann mit der Fähre nach Townsville fahren und noch zu unserem Hostel laufen. Gegen halb 6 am lagen wir dann im Bett.
Auch wenn der Abend nicht so verlaufen ist, wie wir ihn uns vorgestellt haben, war es dennoch ein Erfolg und das Geld allemal wert. Es war eine mehr als gelungene Party mit vielen lustigen Kostümen, richtig guter Musik und super Location.
Außerdem hatten wir auch vor Mitternacht unseren Spaß, da genug andere etwas zu tief ins Glas gesehen haben... :D
Eure Party-Wombats 1, (2) und 4
Nach kurzem Informationsaustausch verabredeten wir uns in Cairns, und liefen zu unserem neuen Hostel, dem Reef Lodge. Ein echt schönes Hostel, die Zimmer gingen von einer Art großem Innenhof ab, und das W-Lan war mal wieder zügig, um ein bisschen nach Hause zu telefonieren.
Der Plan für die nächsten Tage sah wie folgt aus: Einen halben Tag in Townsville zum Chillen und Einkaufen, einen vollen Tag auf Magnetic Island und abends für Moritz und Matthias Full-Moon Party, einen vollen Tag in Townsville und am nächsten Tag Abfahrt. An sich ging dieser Plan auch auf, bis auf Magnetic Island. Dass ich (Dominic) den beiden nicht mit der Fähre um 7.05 Uhr nach Magnetic Island zu kommen brauchte (wie ursprünglich geplant), wenn sie nachts feiern wollten, sah ich ein. Deshalb: Fähre um 10.30 Uhr. Von wegen. Letztendlich schafften wir es, mittags auf der Insel anzukommen. Wir schnappten uns den Bus und stiegen etwa in der Mitte seiner Strecke aus, um den Rest zu Fuß zurückzulegen. So sah man immer noch am meisten. Eine Bucht nach der anderen war zu sehen, auf einer kletterten wir ein paar Felsen hoch, um die herrliche Aussicht zu genießen.
Diverse weitere Aussichtspunkte verschiedenster Höhe offenbarten uns mal wieder die Schönheit der Natur Australiens. Höhepunkt war jedoch Radical Bay, die einen Strand mit Palmen besaß, und wo außer uns keine Menschenseele war. Es war einfach traumhaft.
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| Radical Bay |
| :D |
Als wir dann das direkt am Strand gelegene Partygelände erreichten, waren wir vorerst nicht zu begeistert. Keine allzu große Bühne und nichts los - es war ja aber auch erst kurz vor 7pm. Wir waren uns einig, den Goon (Wein) und unsere absolut stilsicheren, zum Anlass passenden Getränkebecher draußen im Gebüsch stehen zu lassen und uns erstmal umzusehen. Das Motto der Party war „Halloween“ und uns wurde vorher öfter gesagt, wir sollen uns doch schön verkleiden, denn es würde einen Preis für das beste Kostüm geben. Wir armen Backpacker konnten uns aber leider nur die coolen Getränkebecher leisten.
Nachdem wir uns die Party nun doch ganz gut vorstellen konnten, wollten wir das Gelände verlassen und uns den Goon am Strand schmecken lassen - beim „wollten“ blieb es dabei aber auch, denn die Security am Eingang machte uns verständlich, dass wir das Gelände vor 12 Uhr nicht verlassen durften, bzw. den vollen Eintrittspreis wieder bezahlen müssten -> 35$ ... Gut für den Veranstalter, schlecht für uns.
Also blieben wir drinnen und schlugen die Zeit mit „Leute-Gucken“ und „Facepainting“ für 5$ tot, um wenigstens ein bisschen angepasst zu sein. Der angestrebte Kürbis bei Matze wurde von den anderen leider oft als Tiger interpretiert ... :D
Irgendwann trafen wir unsere britischen Freunde Amy und Melissa, die sich ebenfalls nicht verkleidet hatten, aber wenigstens ihren Goon vorher trinken konnten.
Es gaben sich trotzdem eine Menge Leute viel Mühe bei ihren Verkleidungen - So sahen wir an dem Abend unter anderem Crocodile Hunter, ein Legomännchen, den Weihnachtsmann, viele Morphsuits, Clowns, Krankenschwestern, eine Männertruppe, die sich als Nonnen verkleideten, Spongebob und vieles mehr :D
Auch unsere Crew vom Whitsunday Island Trip haben wir gesehen und sie konnten sich sogar an uns erinnern.
Immer wieder sahen wir auf die Uhr und zählten die Minuten, bis wir endlich raus durften. Die leeren Handyakkus waren uns dabei keine große Hilfe.
Schließlich war es so weit und mit großer Vorfreude verließen wir das Gelände, nahmen unsere Tüte, die glücklicherweise noch immer an Ort und Stelle lag, setzten uns ans Wasser und schenkten uns den Goon ein. - Doch dann die Ernüchterung, der Goon war alles andere als lecker ... Nützte aber nichts, der Goon musste weg, schließlich hatten wir dafür bezahlt.
Zurück im Gelände ging die Party erst so richtig los, denn auch die Musik wurde immer besser, da Feenixpawl endlich auflegte! Nach etwa 2 Stunden gingen wir dann nochmal raus und tranken den Rest von unserem köstlichem Getränk.
Schlussendlich verließen wir die Party gegen halb 4 und begaben uns auf den langen Heimweg, denn wir mussten erst mit dem Bus zur Fähre, dann mit der Fähre nach Townsville fahren und noch zu unserem Hostel laufen. Gegen halb 6 am lagen wir dann im Bett.
Auch wenn der Abend nicht so verlaufen ist, wie wir ihn uns vorgestellt haben, war es dennoch ein Erfolg und das Geld allemal wert. Es war eine mehr als gelungene Party mit vielen lustigen Kostümen, richtig guter Musik und super Location.
Außerdem hatten wir auch vor Mitternacht unseren Spaß, da genug andere etwas zu tief ins Glas gesehen haben... :D
| im Nachhinein hätten wir uns die 5$ auch sparen können :D |
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| Feenixpawl :) |
Eure Party-Wombats 1, (2) und 4
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