Die erste Woche in Griffith ist vorbei und es ist Zeit für ein kurzes Resümee, außerdem will ich euch nicht verschweigen, was ich in der Zeit, in der ich nichts hier gebloggt habe, so getrieben habe. Denn faul auf der Haut liegen gibt es hier nicht. Laura und ich wohnen mit 50 anderen Backpackern von 18-27 Jahren im "Shearers Quarters", ein eigens dafür eingerichtetes "Working Hostel" für Backpacker. Dieses steht unter der Leitung von Cesar. Außerdem organisiert Cesar uns die ganzen Jobs und arbeitet mit verschiedensten Farmen, Winerys (Weinfirmen) und anderen zusammen, und vermittelt uns so Jobs. Wie eine interaktive Jobbörse sozusagen.
Über das Hostel, was in meinen Augen eigentlich kein Hostel, sondern eher eine Art Camp ist (erinnert an ein Abenteuerferienlager) kann ich nur sagen: Nach einer Woche fühle ich mich hier rundum pudelwohl. Ohne Mist. Natürlich ist es kein 5-Sterne-Luxus, aber das war uns ja von vornherein klar. (Wir hätten ja viel schlimmeres erwartet.) Natürlich ist es eher rustikal und praktisch eingerichtet, wie auf den wenigen Fotos, die ich bisher hochgeladen habe, sicher auch zu sehen ist.
In dem großen Haus befindet sich das Office (Büro) und der TV-Room. Die Filme laufen da natürlich auf englisch.
Der Mann in der Mitte ist übrigens Cesar.
Der Mann in der Mitte ist übrigens Cesar.
Blick vom Parkplatz auf Küche/Wohnräume (rechts) und Bad/Toiletten (links)
der Blick genau andersherum, vom Wohnhaus zum Parkplatz und dem Bad (rechts)
Sorry für den vollen Müll, das ist nicht immer so. :D
Das Bad ist echt sauber und ordentlich, gerade im Gegensatz zu dem Hostel,
wo wir in Sydney waren, ist es hier echt schön und man muss sich kein bisschen ekeln o.ä.
wo wir in Sydney waren, ist es hier echt schön und man muss sich kein bisschen ekeln o.ä.
Falls euch das jetzt auf den Fotos etwas abgewrackt vorkommt - nein, es hat definitiv seinen Charme. Ich find es schön hier.
Vom Zimmer hatte ich ja schon ein Bild hochgeladen. Es ist ein Viererzimmer, das Laura und ich uns momentan noch mit Hugo aus Frankreich und Giuliano aus Chile teilen. Die beiden waren am Anfang noch recht verschwiegen, aber mittlerweile ist es echt lustig mit ihnen, wir kommen super mit ihnen klar. (siehe weiter unten) Dennoch wird es da in den nächsten Tagen eine Änderung geben, Laura und ich ziehen zu zwei anderen Mädels aus Deutschland ins Zimmer (Vivien und Anna), denn wir arbeiten zusammen, sind befreundet und auch wenn ich es gewissermaßen schade finde, dass wir nun weniger englisch reden werden, wird es sicher angenehmer was die Privatsphäre angeht, und man muss sich nicht immer im Bad oder unter der Decke umziehen. :D
Es ist alles sauber hier, die Küche machen Mädels von hier sauber (Valerie&Lena) und müssen dafür weniger Miete zahlen, Bad, TV Room etc. ein Mitarbeiter. Viehzeug, vor dem ich ja Angst hatte, gibt es nicht.. oder noch nicht... außer Ameisen und ein paar Mücken, ich habe vielleicht 2 Mückenstiche, und die sind so cool, die krabbeln nicht mal.
Für die Miete bezahlen wir $140/Woche, also $20/Nacht. Finde ich okay, es ist nicht so teuer wie in Sydney, aber auch nicht unglaublich günstig. Zu den festen Ausgaben pro Woche kommt außerdem ein Busticket ($20) dazu. Der Bus, der von einem Busfahrer, Cesar selbst oder einem aus dem Camp (Johannes) gefahren wird und uns direkt vom Camp bis zur Arbeit bringt und später wieder abholt oder, wenn die Arbeit weit entfernt ist (Rapsfeld, Jahrmarkt) dort wartet und uns wieder mitnimmt. Das ist also schon sein Geld wert, und solange man hier ist wird sich quasi um alles gekümmert - man muss nur rechtzeitig am Tor sein. Um Transport und Arbeit selbst muss man sich also gar nicht kümmern, ist sehr entspannt.
In der Küche, die sehr groß ist, wie eine Art Speisesaal (jeder kocht für sich selbst, hat eigenes Geschirr und eine eigene Box für den riesen Kühlschrank) ist ein Jobboard, wo man am Abend vorher nachsehen muss wo man eingeteilt ist und wann man wo sein muss.
Das Camp liegt 15-20min zu Fuß entfernt von der Stadt (Griffith). 3x in der Woche fährt ein Shuttlebus, aber man kann durchaus auch laufen. Der Weg dorthin sieht so aus:
Samstag: 9 Uhr ging es los nach Yass, Hinfahrt: 4h... da habe ich direkt 5min nachdem wir los sind die ersten Kängurus gesehen!!!!! :-) Aus dem Auto raus... Fürs Foto natürlich zu schnell, aber das kommt bestimmt noch.

Justin Bieber/Sammy/Jorsi (weiß seinen Namen grade nicht, aufgrund seiner Haarpracht nennen ihn alle nur Justin Bieber) - Giuliano - Sarah (Schweden) - Laura
- go ahead (nur zu/ na los)
- hang on (warte mal)
- you're pulling my leg! (du verarschst mich)
- could you do me a favor? (könntest du mir einen gefallen tun?)
Schnupfen habe ich übrigens keinen mehr, ich erfreue mich trotz des Regens auf dem Canolafeld und der Kälte auf dem Fireworkfestival bester Gesundheit.
Beste Grüße aus Griffith - mir geht es gut hier!!!!! :-)
PS: Habe die Woche 700$ verdient, 400$ davon kann ich sparen. Wenn es so weitergeht werde ich noch reich. :P Und im Gegensatz zum ersten Tag, denke ich jetzt eher, die nächste Zeit hier wird nicht kacke, sondern ich werde traurig sein, wenn sie vorbei ist!
Hab euch lieb!
Janine
Es ist alles sauber hier, die Küche machen Mädels von hier sauber (Valerie&Lena) und müssen dafür weniger Miete zahlen, Bad, TV Room etc. ein Mitarbeiter. Viehzeug, vor dem ich ja Angst hatte, gibt es nicht.. oder noch nicht... außer Ameisen und ein paar Mücken, ich habe vielleicht 2 Mückenstiche, und die sind so cool, die krabbeln nicht mal.
Für die Miete bezahlen wir $140/Woche, also $20/Nacht. Finde ich okay, es ist nicht so teuer wie in Sydney, aber auch nicht unglaublich günstig. Zu den festen Ausgaben pro Woche kommt außerdem ein Busticket ($20) dazu. Der Bus, der von einem Busfahrer, Cesar selbst oder einem aus dem Camp (Johannes) gefahren wird und uns direkt vom Camp bis zur Arbeit bringt und später wieder abholt oder, wenn die Arbeit weit entfernt ist (Rapsfeld, Jahrmarkt) dort wartet und uns wieder mitnimmt. Das ist also schon sein Geld wert, und solange man hier ist wird sich quasi um alles gekümmert - man muss nur rechtzeitig am Tor sein. Um Transport und Arbeit selbst muss man sich also gar nicht kümmern, ist sehr entspannt.
In der Küche, die sehr groß ist, wie eine Art Speisesaal (jeder kocht für sich selbst, hat eigenes Geschirr und eine eigene Box für den riesen Kühlschrank) ist ein Jobboard, wo man am Abend vorher nachsehen muss wo man eingeteilt ist und wann man wo sein muss.
Das Camp liegt 15-20min zu Fuß entfernt von der Stadt (Griffith). 3x in der Woche fährt ein Shuttlebus, aber man kann durchaus auch laufen. Der Weg dorthin sieht so aus:
bunte, grüne Vögel am Straßenrand
Outback-Feeling
Zivilisation.
Vivien und Anna
my home :P
Der zweite Einkauf wurde getätigt, für das kühlere Griffith eine neue Strickjacke gekauft
und das erste Mal die Wäsche im Waschsalon gewaschen. Denn im Gegensatz zu Sydney, wo wir in Shorts, Shirt und Sandalen rumlaufen konnten und sogar zum Teil am Strand im Wasser waren, ist es hier wirklich kühler. Denn Griffith liegt weiter im Kontinent drinnen und schon fast in einer anderen Klimazone (davon hat Australien 7 verschiedene!) Hier ist man mit langen Hosen und festen Schuhen besser dran.
Da sich Janine aber nun dachte: yayyy ich fahre nach Australien, und heiße Deserts und weiße Strände im Hinterkopf hatte... habe ich hauptsächlich dünne Sommersachen im Gepäck, ich Dummie.
So kam mir sehr zu Nutzen, was hier im Camp eingerichtet wurde: Ein sogenannter "Free-Shelf", eine Art Secondhandshop. Denn als Backpacker kann man natürlich nicht unbegrenzt Gepäck auf seine Reisen mitnehmen und so wurden einige Sachen hiergelassen: So konnte ich z.B. eine lange, dicke Jogginghose und einen dickeren Pullover schnorren, die auch in völlig akzeptablem Zustand sind. Und hier rennen eh alle in absoluten Chiller-Outfits rum, ganz gemütlich, und ich bin seit 1 Woche fast die ganze Zeit ungeschminkt bis auf 1x als ich auf dem Jahrmarkt gearbeitet habe im Verkauf, da wollte ich dann doch etwas ordentlicher aussehen.
Nun zu den Jobs.
Entgegen meines Erwartens haben wir nicht nur einen Job in der Potatoe Magic - Farm, sondern bekommen auch noch andere Jobs. Das Potatoe-Magic Ding ist Montag-Donnerstag jeden Tag von 15-20 Uhr, und wir verdienen jede Stunde $16.
Montag: wie berichtet sind Laura und ich in der Orangenfarm am Fließband eingesprungen und haben danach auch noch unseren normalen Job gemacht, waren danach also echt kaputt und dachten uns: Scheiße. Das werden echt lange 3 Monate.
So kam mir sehr zu Nutzen, was hier im Camp eingerichtet wurde: Ein sogenannter "Free-Shelf", eine Art Secondhandshop. Denn als Backpacker kann man natürlich nicht unbegrenzt Gepäck auf seine Reisen mitnehmen und so wurden einige Sachen hiergelassen: So konnte ich z.B. eine lange, dicke Jogginghose und einen dickeren Pullover schnorren, die auch in völlig akzeptablem Zustand sind. Und hier rennen eh alle in absoluten Chiller-Outfits rum, ganz gemütlich, und ich bin seit 1 Woche fast die ganze Zeit ungeschminkt bis auf 1x als ich auf dem Jahrmarkt gearbeitet habe im Verkauf, da wollte ich dann doch etwas ordentlicher aussehen.
Nun zu den Jobs.
Entgegen meines Erwartens haben wir nicht nur einen Job in der Potatoe Magic - Farm, sondern bekommen auch noch andere Jobs. Das Potatoe-Magic Ding ist Montag-Donnerstag jeden Tag von 15-20 Uhr, und wir verdienen jede Stunde $16.
Montag: wie berichtet sind Laura und ich in der Orangenfarm am Fließband eingesprungen und haben danach auch noch unseren normalen Job gemacht, waren danach also echt kaputt und dachten uns: Scheiße. Das werden echt lange 3 Monate.
Dienstag: direkt ausgeschlafen bis 12 Uhr, fett Nudeln gekocht und 15-20 Uhr zur Potatoe-Arbeit gegangen. Der Witz daran ist eigentlich, dass wir in einem Gebäude arbeiten, wo groß "CHERRY King" (Kirschen) dransteht... wir arbeiten für eine Firma, die "POTATOE Magic" heißt (Kartoffeln)... und was wir wirklich machen: Reiswaffeln (REIS!) eintüten. Fand ich ja sehr komisch irgendwie. Aber hey. Warum nicht. Auf jeden Fall war der zweite Tag weitaus entspannter.
Abends haben wir im TV Room Great Gatsby gesehen und uns auf unseren freien Tag morgen gefreut, als Valerie Ersatz für ihre Frühschicht bei Potatoe Magic gesucht hat, weil sie Fieber hat. Reizend wie ich bin, bin ich eingesprungen. (:D)
Mittwoch: So hieß es also für mich, schon 6:20 los. Das Eintüten geht immer schneller und man gewöhnt sich wirklich dran. Es ist nur für die Schultern, den Nacken nicht so angenehm aber sonst okay. In der Morgenschicht arbeitet man 7-15 Uhr und hat 9:30 eine viertel h und 12:30 eine halbe Stunde Pause... man verdient nur $15/h, aber arbeitet 3h länger - verdient also mehr. Ich habe es nicht bereut, für Valerie eingesprungen zu sein, denn so machte ich die Bekanntschaft mit Anna und Lena, auch aus Deutschland. (Eine andere Anna, als die oben erwähnte. Anna2 und Lena reisen zusammen, und Vivien und Anna1.) Die beiden stellten sich als super sympathisch heraus und verrieten mir einiges über das Camp und seine Bewohner. Mit Anna1,2, Lena, Vivien und Laura sind wir dann nachmittags einkaufen und Wäsche waschen gegangen, davon die Fotos oben... und abends haben wir einen echt grusligen Film gesehen (30 Days of Night), mit Vampiren etc, sollte man hier in der Einöde wahrscheinlich eher nicht machen :D
Donnerstag: Für heute war geplant, Punkt 8 Uhr Isabel anzurufen und zu ihrem Geburtstag zu gratulieren, (0Uhr in Deutschland, da reingefeiert wurde), worauf ich mich auch sehr gefreut habe. Um so mehr war ich am Boden zerstört, als um 6 Uhr Cesar bei uns ins Zimmer kam und meinte, einer von uns Mädels müsste nochmal die Morgenschicht übernehmen... da Laura Kopfschmerzen hatte, blieb das an mir hängen. Doch zum Glück gelang es mir, mich auf Arbeit auf Toilette zu schleichen und von dort aus den Geburtstagsanruf zu tätigen. Auch wenn mich danach alle angeguckt haben, als würden sie sich doch sehr wundern, was ich so lange auf der Toilette gemacht habe! :D
Auf Arbeit habe ich diesmal nicht kleine Tüten in größere gepackt, sondern die großen Tüten zugemacht.. zugeschweißt.. oder sowas in der Art. Die mussten nur durch so eine Art Maschine geschoben werden. Scheißjob, aber ehrlich gesagt finde ich es auch mal spannend, so hinter die Kulissen zu schauen!
Freitag: Einer der coolsten Tage der Woche! Laura, Anna1, Anna2, Lena, Vivien und ich waren unterwegs mit mehreren anderen Mädels und arbeiteten auf einem Canola-Field (Raps). Dafür ging es schon 6 Uhr los - wieder mal war ein wunderschöner Sonnenaufgang zu bewundern.
Vielleicht kommt es mir nur so vor, weil ich allgemein so überwältigt bin von Australien, der Natur, den Menschen, allem hier.. aber ich habe das Gefühl, noch nie so schöne Himmelsbilder gesehen zu haben. Der strahlend blaue Himmel, die Schäfchenwolken, und dieses unglaubliche Farbspiel morgens und abends.. ich find das toll. Wenn es nach mir ginge würde ich alles fotografieren, was ich sehe. Heute hat mein Iphone mir schon angezeigt, dass nicht mehr genug Speicherplatz ist, und das muss man bei nem Iphone erstmal schaffen.. und wir sind gerade mal eine Woche hier! :D Auf dem PC habe ich beim Bilderspeichern für jeden Tag einen anderen Ordner angelegt, weil ich echt jeden Tag so viele Fotos mache und jeden Tag irgendein anderes "Event" ansteht... Und ich finde es wichtig, für die Erinnerung - und für euch - viele Fotos zu haben.
Auf dem Canolafeld angelangt.. es war ein sehr kalter Tag.. war unsere Aufgabe, durch das Feld zu gehen und falsche Pflanzen herauszuziehen oder abzuschneiden. Es gibt männliche und weibliche Rapspflanzen, die stehen getrennt in solchen Reihen, und wir sind durch die weiblichen Reihen gelaufen und haben die männlichen herausgezogen. (Die sind dunkelgelber und haben größere Blütenblätter.) Mit guter Musik im Ohr und netten Leuten neben einem ein ganz netter Job und angenehmer zu laufen, als die ganze Zeit am Fließband zu stehen oder zu sitzen. Wir freuten uns alle auf das uns versprochene Barbecue (grillen) in der Mittagspause, als es zu nieseln begann. An sich nicht schlimm, nur mist, dass die Pflanzen so auch nass wurden - und dadurch auch unsere Hosen.. und Schuhe... nach einer Stunde waren wir pitschnass. Und DENNOCH hatten wir ein BBQ im Regen! Das fand ich ja herrlich, gibts bestimmt auch nur in Australien. Wir hatten jede Menge Spaß zusammen! Ist auf den Fotos hoffentlich erkennbar :-)
vorne links: Anne (Dänemark), Lena, hinten v.l.n.r. Vivien, Anna, Lena, rechts Marison (China)
--> nasse Haare...
... und trotzdem gute Laune!!!
(links mit Peace Zeichen: Valerie, und die zweite von rechts, vorn ist Anna2)
(links mit Peace Zeichen: Valerie, und die zweite von rechts, vorn ist Anna2)
das erste australische Bier
(schmeckt mir genauso wenig wie Deutsches, aber es wurde uns spendiert also bitte :D)
Wir saßen nun schon im Auto und freuten uns auf die Heimfahrt, da wir mit dem Feld eigentlich fertig waren... Da hielt der Farmer nach 20min nochmals an um uns rauszulassen, und Unkraut-Raps vom Straßenrand abzuzupfen. JAAAAAAAAAAAAAAAAAA! Unsere Schuhe und Hosen waren völlig durchgeweicht, und nochmal raus war nun das letzte was wir wollten...
Übrigens: Ich habe mir aus weiser Voraussicht Wechselhose, -socken und -schuhe mitgenommen... Mama und Oma wären stolz auf mich :DD
Posen mit den Road Trains (riesige, beeindruckende LKWs)
Hier zu sehen: Anna und Valerie
Hier zu sehen: Anna und Valerie
Eine warme Dusche war nie schöner, als wir dann 18 Uhr zurück waren.
20 Uhr war die "Cesar Show" in der Küche, die Neuen, also wir und Anna1 und Vivien wurden vorgestellt und Preise verlost (3. Preis Schokolade, 2. Preis Kebab-Fleisch, 1. Preis Sixer Bier)
Und an diesem Abend hatte ich eine soooooo gute Laune und war so aufgedreht, wie mich die meisten Leute glaube ich nur unter Alkoholeinfluss kennen. Ich freute mich meines Lebens und auf den morgigen Tag, denn wir würden zu einem Feuerwerk-Festival gehen 4h Fahrt weit weg, und dort bei Toni Joe's arbeiten: entweder auf einer Hüpfburg (jumping castle) helfen, Tickets oder Essen verkaufen. Dort würde abends das Feuerwerk für New Years Eve in Sydney getestet!!
Abends.. oder eher nachts... war es dann noch sehr lustig, mit Hugo auf französisch geredet und Laura genervt, die schlafen wollte. Hugo hat Giuliano ausgesperrt indem er die Tür zugeschlossen hat.. das hat diesen aber nicht gestört. Wenn die Tür zu ist, nehmen wir eben das Fenster! :D
All in all.. echt ein super Tag, der bisher beste hier.
Samstag: 9 Uhr ging es los nach Yass, Hinfahrt: 4h... da habe ich direkt 5min nachdem wir los sind die ersten Kängurus gesehen!!!!! :-) Aus dem Auto raus... Fürs Foto natürlich zu schnell, aber das kommt bestimmt noch.
13 Uhr angekommen, halfen wir beim Aufbauen
Zuckerwatte- Fairy Floss - was bei deutschen Jahrmärkten ja eher ein Ladenhüter ist, wurde hier gekauft als gäbe es kein Morgen mehr!
Und das für $4 pro Tüte! :O
Giuliano und Lorena, beide aus Chile
Justin Bieber/Sammy/Jorsi (weiß seinen Namen grade nicht, aufgrund seiner Haarpracht nennen ihn alle nur Justin Bieber) - Giuliano - Sarah (Schweden) - Laura
sexy Outfit ;)
zuerst bereiteten wir diese "Dagwood Dogs" vor - Würstchen am Spieß
Die Würstchen sehen nur so komisch aus, weil das solche typischen Würstchen sind.. die haben wir in England damals auch bekommen. Sehen aus wie Ferdi-Fuchs-Miniwürstchen, nur dass man das rote Zeug mitessen kann.
Die Würstchen sehen nur so komisch aus, weil das solche typischen Würstchen sind.. die haben wir in England damals auch bekommen. Sehen aus wie Ferdi-Fuchs-Miniwürstchen, nur dass man das rote Zeug mitessen kann.
Das Würstchen wird in Teig getaucht und frittiert, so ist es am Ende eine Art frittierter Hot Dog am Spieß.
Klingt eklig, ist aber echt lecker! In Amerika als "Corn Dog" bekannt und hier links im Bild zu sehen. ($4)
Klingt eklig, ist aber echt lecker! In Amerika als "Corn Dog" bekannt und hier links im Bild zu sehen. ($4)
In der Mitte das kleine: "Slim Dim" ($1), so eine Art Beefsteak-Fleisch in Teig, und hat auch frittiert geschmeckt. Links: Chiko Roll (Teig mit Gemüse und Schmalz gefüllt) habe ich nicht probiert, dafür die Spring Roll (Frühlingsrolle: Teig mit Gemüse gefüllt), die liebe ich ja, war sehr lecker. ($3) Das war das Beste an dem Job: Free Food! :D Und dann auch noch sowas typisch australisches, sehr cool.
Der Tag war ziemlich stressig, da ab 16 Uhr konstant bis ca 21 Uhr richtig viel los war, und die Schlange fast die ganze Zeit bis zum anderen Ende des Platzes stand. So konnte ich nur kurz vor Ende auch endlich mal etwas vom Feuetwerk sehen- und das, was ich gesehen habe, war echt mega! (Wär ja auch langweilig, schon das ganze Feuerwerk von Neujahr zu sehen, dann wär es da nix besonderes mehr.)
Es war schön, mit den Australiern englisch zu sprechen, wenn auch nur Small Talk. Ab und zu hab ich die Preise versehentlich in Euro verlangt. Und ich muss mich noch dran gewöhnen, dass man hier von jedem als "Darling" bezeichnet wird und nach seinem Befinden gefragt wird, so habe ich auch ab und zu mit "Hi, how you're going?" gegrüßt. und das "Pardon?" (Wie bitte?) kommt mir auch noch schwieriger über die Lippen als "What?" oder "Sorry?", was natürlich nicht so höflich ist. So gut wie alle, die bei mir gekauft haben waren supernett, haben ab und zu auch Wartezeiten in Kauf genommen. Mir ist aufgefallen, dass die auf dem Land hier, einige zumindest, echt viele Kinder haben. (3-4) Haben mit der Besitzerin unseres Standes geredet, diese hat auch 14 Jahre in Deutschland gelebt und konnte deutsch, und meinte hier in Australien wird es ziemlich finanziell unterstützt, Kinder zu bekommen.
Wir hatten eigentlich echt Glück, im Wagen zu arbeiten, denn draußen wurde es dann ziemlich kalt.
Anna, ich, Laura, Vivien
Mit den anderen hatten wir noch viel Spaß beim Hüpfburg einrollen, singen und Bus fahren... allerdings wurde der Abend ziemlich getrübt durch einen Unfall, den die französische Kensa hatte, die mit uns im Wagen gearbeitet hat und eine volle Ladung heißes Öl ins Gesicht bekommen hat.. wir standen mit dem Rücken zu ihr als es passiert ist, und haben nur den Schrei gehört. :( Mittlerweile geht es ihr wieder gut und es werden auch keine Narben bleiben, in dem Moment war es nur sicherlich sehr schmerzhaft, kann ich mir vorstellen.
Sonntag: Durch die Verzögerung und Kensas kurzen Krankenhausaufenthalt kamen wir erst 7 Uhr morgens wieder im Camp an. Den größten Teil der Nacht haben wir also im Bus verbracht. Da fand ich das Bild, was Moritz bei Facebook geteilt hat soo passend:
Denn das "what I really do" stimmt exakt mit dem überein, was ich wirklich die letzte Nacht erlebt habe.
Zuhause haben wir dann erstmal bis 12 geschlafen. Sonntags hat man glücklicherweise meist frei. Cesar hat noch kurz mit uns gesprochen, und wir bekommen wohl nächstes WE noch eine Entschädigung von Toni Joe's, weil wir so lange im Bus waren.. Also noch etwas Geld. Finde ich ehrlich gesagt lächerlich, schließlich war es nicht deren Schuld, die Schuld von niemanden, und sowas kann man eh nicht mit Geld aufwiegen. Aber ich werde mich auch nicht beschweren.
Nach einer Dusche, essen und Einkaufen für die nächste Woche in der Stadt (für Essen werden wir ca 35-40$/Woche ausgeben, und wir haben eigentlich gut eingekauft und nicht nur Sparflamme/das nötigste sondern auch Kartoffeln, viel Gemüse, Jogurt, Müsli, Obst, Getränke, Aufschnitt, Brot, unsere Küchenbox ist megavoll, immer noch haben wir nichts Süßes dabei), haben Neuankömmling Sam kennengelernt... allgemein ist es so cool jetzt im Camp, man kennt irgendwie alle durch Arbeit oder mal so gequatscht.... Es sind 20 von 50 hier wohnenden deutsch, gibt aber auch Franzosen, Chilenen, Niederländer, Italiener, Schweden, Dänen, Spanier, mehr fällt mir grad nicht ein. Also durchaus internationales Flair und es wird auch meistens englisch geredet.
Sprichwörter oder Phrasen, die ich in Australien bisher gelernt habe:
- no worries (keine Sorgen/ kein Problem. Sagen die echt ständig)- go ahead (nur zu/ na los)
- hang on (warte mal)
- you're pulling my leg! (du verarschst mich)
- could you do me a favor? (könntest du mir einen gefallen tun?)
Schnupfen habe ich übrigens keinen mehr, ich erfreue mich trotz des Regens auf dem Canolafeld und der Kälte auf dem Fireworkfestival bester Gesundheit.
Beste Grüße aus Griffith - mir geht es gut hier!!!!! :-)
Hab euch lieb!
Janine


Wenn du noch einmal iPhone mit großem "i" und kleinem "p" schreibst, fliegst du vom Blog! :P
AntwortenLöschenwenn ihr keine anderen Sorgen habt, dann ist ja gut. :P
AntwortenLöschendas is existenziell ! :D
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